Neuigkeiten
2019-08: Führungen historische Sammlung swisstopo
- Stephan Schütz
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In Farbe oder schwarz/weiss: Entdecken Sie die Sammlungen von swisstopo!
Anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals 2019 organisiert das Bundesamt für Landestopografie einen Tag mit Führungen an seinem Sitz in Wabern. Die Führungen werden in deutsch und französisch durchgeführt.
Weitere Informationen finden sich auf folgender Webseite: Veranstaltungen swisstopo historische Sammlung 13.09.2019
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2017-11: Abschiedsvorlesung Reinhard Gottwald
- Stephan Schütz
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Geomatik 4.0 - Die digitale Revolution in der geodätischen Messtechnik …?
Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich am Montag, dem 6. November 2017 Prof. Dr. Reinhard Gottwald - scheidender Dozent für geodätische Messtechnik am Institut Vermessung und Geoinformation FHNW und amtierender Präsident der GGGS - im Rahmen seiner Abschiedsvorlesung in der Aula der FHNW in Muttenz (Link zum IVGI Blog).
2021-04: 100 Jahre Innovation Heerbrugg Artikel «Geomatik Schweiz»
- Stephan Schütz
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Vor 100 Jahren, am 26. April 1921, wird in Heerbrugg die «Heinrich Wild, Werkstätte für Feinmechanik und Optik» gegründet. Über die Jahrzehnte entwickelt sich dieses Unternehmen zur weltbekannten Leica Geosystems AG und ist ein wesentlicher Baustein des Technologiekonzerns Hexagon. Bereits der Gründer Heinrich Wild ist ein Meister der Innovation. Er revolutioniert das Vermessungswesen mit kleineren, handlicheren und dennoch genaueren Instrumenten. Heerbrugg ist immer wieder Ursprung grosser Neuerungen, wie etwa 1968 der erste optoelektronische Distanzmesser, 1977 der erste elektronische Theodolit mit digitaler Datenerfassung, 1984 das erste auf GPS-Signalen basierende Vermessungssystem, 1990 das erste Digitalnivellier, 1993 der erste handgehaltene Laserdistanzmesser, 2000 der erste digitale Luftbildsensor und 2019 der kleinste, leichteste und benutzerfreundlichste Laserscanner. Was ist das Erfolgsrezept dieser hundertjährigen Innovationsgeschichte?
Download vollständiger Artikel von Eugen Voit als PDF in deutsch / englisch.
2025-11: Planheft Schweiz 1944 der deutschen Wehrmacht
- Stephan Schütz
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Was wusste die deutsche Wehrmacht 1944 über die vermessene und kartographierte Schweiz?
Das sogenannte Planheft „Schweiz“ gibt darüber Auskunft.
In den Teilen Text B und Anlagen B wird ersichtlich welche Originalkarten dem deutschen Heer zur Verfügung standen. Offenbar waren neben den 1:50‘000 Ausgaben von 1938/39 auch der 1:25‘000-Satz vorhanden (wahrsch. vor 1936). Zudem waren zum Zeitpunkt der Finalisierung des Planheftes (März 1944) Punktkoordinatenlisten von der I. bis mindestens zur III. Ordnung sicher zu einem guten Teil vorhanden.
Dies ist umso interessanter, als die Schweizer Karten von 1939 bis 1945 einem Exportverbot unterlagen…
Das Planheft ist direkt von Generalleutnant Gerlach Hemmerich „unterschrieben“, Chef des deutschen Kriegskarten- und Vermessungswesens während des Zweiten Weltkrieges. Seine Abteilung war direkt dem Oberkommando des Heeres unterstellt, was die damalige Bedeutung der Kartographie und Vermessung erahnen lässt. Die Planhefte waren denn auch selbstredend geheim.
Der Förderkreis Vermessungstechnisches Museum e.V., Dortmund „vermacht" in dankenswerter Weise der GGGS ein Exemplar der Ausgabe vom 16.März 1944 des „Planheft Schweiz“.
Wir stellen hier eine elektronische Kopie für interessierte Kreise zur Verfügung:
Download Planheft Schweiz 1944 (43MB)
Zitiervorschlag: Gesellschaft für die Geschichte der Geodäsie in der Schweiz (GGGS): Planheft Schweiz 1944 der deutschen Wehrmacht, 2025 publ., https://gggs.ch/
Es erschienen interessante Artikel zum Thema:
- Oehrli, Markus (2014): Deutsche Kriegskarten der Schweiz 1939-1945 : ein Vademecum , Cartographica Helvetica. Sonderheft, Band: 23 (2014), DOI: https://doi.org/10.5169/seals-1036770
- Rickenbacher, M., Oehrli, M. (2003): Sie hatten die besseren Karten! : die Nachführung der geheimen "Deutschen Heereskarte Schweiz 1:25000" im Zweiten Weltkrieg, Geomatik Schweiz : Geoinformation und Landmanagement, Band 101 (2003), Heft: 11, DOI: https://doi.org/10.5169/seals-236062
2025-04: Wikipedia-Artikel zu Werner Lang veröffentlicht
- Stephan Schütz
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Dieter Schneider (AG Wikipedia) hat nach langer unt intensiver Recherche gestern die Biographie zu Werner Lang veröffentlicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Lang_(Geodät)
Auf Grund des Studiums der Akten im Bundesarchiv (ich habe leider bis heute noch nicht alle Akten gesichtet) bin ich zur Überzeugung gekommen, dass Lang ein genialer Ingenieur war, der nie aus dem grossen Schatten seines Chefs Hans Zölly hervortreten konnte. Lang war sehr bescheiden und absolut loyal zu seinem Vorgesetzten. Die Entwicklung der Methode der Staumauer-Deformationsmessungen bei der L+T ist offensichtlich sein Verdienst.
Interessant ist auch der von swisstopohistoric dokumentierte Versuch Langs, ein Gerät für die mechanische Ausgleichung von Triangulationsnetze zu bauen, den ich in der Biografie erwähne (vielen Dank für den Hinweis an Lukas Gerber, swisstopohistoric).
Es wäre interessant, das noch vorhandene Modell und die Unterlagen zu studieren. Möglicherweise war Lang 1944 nahe an einem Durchbruch. Seine Bemerkung, die Arbeiten «aus Gründen menschlicher Unzulänglichkeit» abgebrochen zu haben interpretiere ich so, dass er wegen seiner Krankheit resigniert hat.
Dieter Schneider, 08.04.2025
Weiter Informationen zur "mechanischen Ausgleichungsmaschine" finden sich auf der Webseite von swisstopohistoric.
Herzlichen Dank an Dieter Schneider für seine grossartige Arbeit im Rahmen seiner AG Wikipedia.